Wirtschaftsministerin Mona Neubaur besucht die Siempelkamp Giesserei
Industrie sichtbar machen und gemeinsam Zukunft gestalten
15.07.2025
Anlässlich der aktuellen Debatte um die Zukunft des Industriestandorts Deutschland und die Transformation energieintensiver Branchen besuchte NRW-Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur die Siempelkamp Giesserei in Krefeld. Ziel des Besuchs war ein offener Austausch über die Herausforderungen und Chancen für den industriellen Mittelstand – und ein Blick auf die konkreten Maßnahmen, mit denen Siempelkamp diesen Wandel aktiv gestaltet.
Mit einem breit angelegten Investitionsprogramm setzt die Siempelkamp Giesserei auf Digitalisierung, Automatisierung und eine neu gedachte Energiearchitektur. Ziel ist eine CO₂-reduzierte und perspektivisch CO₂-neutrale Produktion, verbunden mit einer stabilen, flexiblen Energieinfrastruktur. Das Unternehmen liefert damit eine Blaupause für eine zukunftsfähige, wettbewerbsfähige Industrie in Deutschland.
"Ich bin beeindruckt, mit welchem Einsatz bei der Siempelkamp Giesserei die digitale, nachhaltige und wirtschaftliche Transformation vorangebracht wird."
Mona Neubaur, Wirtschaftsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen
Beim Rundgang durch das Werk besuchte die Ministerin unter anderem die Gießerei selbst – mit einem Live-Abguss eines 80-Tonnen-Bauteils –, die neue Sand-Recycling-Anlage sowie die weltweit größte Roboter-Messzelle zur Bauteilprüfung. Dabei wurde deutlich, wie technologische Innovation, Ressourceneffizienz und Qualitätssicherung in der Siempelkamp Giesserei zusammenspielen.

Mit dem Besuch wurde deutlich: Zukunftsfähige Industrie erfordert nicht nur technische Innovation und unternehmerisches Engagement, sondern auch verlässliche politische Partnerschaft. Die Siempelkamp Giesserei versteht sich dabei als aktiver Gestalter – mit einem klaren Bekenntnis zum Standort Deutschland.
"Das Gespräch mit Frau Neubaur war offen, konstruktiv und lösungsorientiert. Dass unsere Ansätze für eine erfolgreiche Transformation auf Aufmerksamkeit stoßen, ist für uns ein wichtiges Signal.",
fasste Dirk Howe zusammen.

"Unsere Investitionen konzentrieren sich auf drei zentrale Bereiche: Digitalisierung, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Wir wollen Standortnachteile durch Innovation ausgleichen und unsere Wettbewerbsfähigkeit in einem schwierigen globalen Umfeld sichern.", erläutern Dirk Howe und Dr. Georg Geier, Geschäftsführer der Siempelkamp Giesserei.
Im Zentrum des Austauschs mit Ministerin Neubaur stand die Frage, wie energieintensive mittelständische Unternehmen langfristig investieren und sich erfolgreich transformieren können – und welche politischen Rahmenbedingungen es dafür braucht.
"Gießereien wie diese sind unverzichtbar für Schlüsselbranchen wie Maschinen- und Fahrzeugbau. Ohne sie gäbe es keine Windkraftanlagen, keine E-Motoren, keine Präzisionsteile.",
betonte Mona Neubaur im Gespräch mit Geschäftsführer Dirk Howe und Betriebsratsvorsitzenden Thomas Dittmann.
Über die Siempelkamp Giesserei
Die Siempelkamp Giesserei in Krefeld hat sich auf die Herstellung handgeformter Großgussteile bis 320 Tonnen aus Gusseisen mit Kugelgrafit spezialisiert und gehört mit einer Gussmenge von über 60.000 Tonnen pro Jahr sowie 400 Mitarbeiter:innen zu den größten Handformgießereien der Welt. Das umfassende und kundenorientierte Leistungspaket beinhaltet die Lieferung von Strukturbauteilen für viele innovativen Maschinenbauer im Bereich der Energiewirtschaft, der Rohstoffindustrie, dem Pressenbau, Stahlproduktion, Automotive und vielen anderen Bereichen der Transformation.
G. Siempelkamp GmbH & Co. KG ist eine weltweit tätige Unternehmensgruppe mit den Geschäftsbereichen Maschinen- und Anlagenbau, Gusstechnik sowie Engineering und Service. Weltweit sorgen annähernd 3.000 Mitarbeiter dafür, dass die Siempelkamp-Gruppe mit ihren Technologien in der Weltspitze vertreten ist.